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Ein Blick zu den Sternen,
doch der Schmerz sitzt zu tief,
um all das zu verzeihen.
Rauschen der Blätter, umwindet das Leben,
doch wo ein Licht brennt,
da weidet auch Schatten.

Ein salziges Meer von umwogener Trauer;
Bemitleidet den Sturz der Nacht,
deren Geräusche in der Finsternis versiegen.

Nur die Stille lauscht meinen Gedanken.
Zuhören wird mir nur der Mond,
von Wolken umhangen; fern von mir;
und auch er wir meinen Schrei nicht hören.




Purpur

Blut ist das ewige Leben
Blut ist der Wille zum Tod
Blut wird mir all das nicht geben
Blut ist die Hoffnung der Not




Der Sturm

Eine zarte Feder fliegt im Wind
Die Regenwolken verdecken die Sonne
Der kalte Wind fegt über die Wiesen
Durch die düsteren kahlen Wälder
Kleine zarte Regentropfen fallen
Fallen immer schneller
Immer öfter
Es schüttet und der Himmel verdunkelt
sich immer mehr
Auf einem Feld steht ein kleines Mädchen
Vor ihr liegt ein blauer runder Ball
Sie schaut gen Himmel
Das kleine gelbe Kleidchen vom Regen durchnässt
So steht sie da
Es Donnert
Es blitzt
Ein greller weißer Strahl schnellt auf die Wiese
Man hört das Mädchen noch in die
Ferne schreien
Ein lauter hoher Schrei
Und er verstummt schlagartig
Der Regen verflüchtigt sich
Der Sturm hört auf
Die Sonne kommt hervor
und verdrängt die schwarzen Wolken
Auf einem fruchtig grünen Feld
Ein blauer runder Ball

Ein blauer runder Ball




Das „Wer ich bin“

Schmerz, der mich mit seinen zarten Händen sanft umgibt
Umgeben von einer Wonne wohltuender Wärme
Wärmend, das dunkle Blut
Blutend, meine schmerzende graue Seele
Seelisch am bitteren zerreißenden Ende
Das Ende, das mir die Rettung versprach
Versprochen, die Hilfe, auf die ich vergebens wartete
Wartend, die unentdeckte zarte Liebe
Liebend, die scharfe klinge, die mir schmeichelt
Schmeichelnd, das dunkle mächtige
Mächtig, die Hand, die tiefe Wunden in mich gräbt
Begraben unter der harten Hülle
Verhüllt die nackte, unentdeckte Zärtlichkeit
Zärtlich, das Streicheln der klinge
Klingend, der schrille Hilfeschrei ins verlorene
Verloren, das „wer ich bin“




Die Suche nach dir

Ich suche nach dir
Sag mir, wo bist du?
Wo hältst du dich versteckt?
Ich frage den Wind,
frage die Bäume raschelnd und streckend,
fügen sich dem Wind
vergessen, das dieser schon vergas
Ich bete den Mond an
Nacht für Nacht
Nur für dich! Um dich zu finden
Die Sterne hören mein Heulen,
sind Zeugen purer Sehnsucht, reißer Trauer
doch auch die weiße Sichel schweigt mir den Weg zu dir,
meiner roten Trauerblume
ich weiß,
eines Tages, eines Abends werden wir uns begegnen,
du wirst mir nahe sein
und glaube mir,
unser Strahlen wird die Erde erhellen,
die Nacht ward düster genug
und die Farbe Schwarz wird vergessen.

Zwei rote Trauerblumen werden wir sein
Das sein, für andere deren Suche hoffnungslos erscheint
So wie du mir einst wehgetan hast,
rot, wie das Blut, das wir vergossen
Trauer, wie das Sehnen nach dem Tod, der letzt endlich nie zu vergessen erschien
Blumen, das glückliche Erwachen der dem ewigen Schlaf geweiht ist




Schmerzendes Heil

Du nimmst mir die Kraft,
gibst mir den Schmerz,
damit ich wieder fühlen kann.

Schließt mein Leben in dir ein,
lässt mich ab, von all der Tragik,
damit es neu beginnen kann.

Versuchst zu heilen,
mit dem Schmerz, der mich umgibt,
damit ich kurz vergessen kann.

Du gibst mir die Beachtung,
gibst mir meinen nötigen Halt,
damit ich Geborgenheit fühlen kann.

Zeichnest mich mit deiner Zuwendung,
dem Preis, für deine Aufmerksamkeit,
damit ich bei dir sein kann.




Ohne mich

Ich schaue einen schwarzen See
er ist voller Leid
wohin ich blicke wohin ich seh'
überall Seelen der Einsamkeit
Herzen die wie Tränen fließen
Gesichter die wie Sterne fallen
Worte die einmal Liebe hießen
werden wie Namen des Schmerzes schallen
Und sollte auch die letzte Träne ihre Liebe geben
weiß ich, der See heißt "Leben"

als ich diese eine Träne zum ersten Mal sah, tat sie
sich ungewollt vor mir schälen
ich wollte sie behalten und hoffte, ich könnte ihr meine Liebe geben
sie war so schön trotz aller Kerben
ich wünschte ich könnte vor ihren Augen sterben
mein Leben wurde so Sinnlos wenn ich ihr in die Augen sah
sie war so weit weg doch schien sie faßbar nah
doch als wäre ihr Weg leer gewesen
floß sie an der linken Seite der Brust vorbei und
sah nie nach meinen Tränen
Sie riß eine lange Narbe mit dem Namen "Verderben"
und ich wußte ich würde daran sterben
Jetzt ist dort im See wonach alle streben
ich bin noch hier, und sie im Leben
sie nahm ein stück Seele von mir mit ins schwarze Licht
ging weit fort....ohne mich.

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